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Diese
Frage stelle ich auch ganz bewusst einmal hier an den
Anfang und einmal noch am Ende meiner Übersicht zum
Stafverfahren. Ich denke es ist hilfreich, wenn ihr
diese Frage schon beim Lesen mancher Abschnitte im Hinterkopf
habt und euch diese vielleicht dann, wenn ihr alles
gelesen habt und erst einmal ernüchtert über den vielen
sachlichen Sätze sitzt, noch einmal stellt. Es geht
nun primär um euch, nur um euch! Schützt euch selber,
das ist ein zentraler Satz, der euch in einem solchen
Verfahren begleiten muss. Wenn ihr spürt, dass ihr das
nicht schafft, nicht könnt oder durchsteht, dann überlegt
euch sehr gut ob ihr dieses in Angriff nehmen wollt.
Ich möchte euch gerne Mut machen, denn wir können nur
dann etwas ändern, und vielleicht weitere Taten verhindern
helfen, wenn wir aufstehen und uns wehren. Aber ich
möchte es auch nicht "schön reden" oder idealistisch
darstellen, denn es ist eine enorme Belastung; es kostet
viel Kraft und führt nicht immer zu dem so sehr erwünschten
"Erfolg".
Ich
persönlich verstehe beides. Ich verstehe es, wenn ihr
sagt: "ich wehre mich!" und möchte euch dann auch gerne
meine ganz persönlichen Gedanken dazu mitteilen, aber
ich verstehe auch wenn jemand sagt: "nein, ich halte
das nicht aus!". Die Gerichtsatmosphäre ist oft nicht
sehr freundlich, auch wenn Rechtsprechung und Strafverfolgung
mehr und mehr sensibel mit dem Thema umgehen und euch
gegenüber sicher nicht negativ eingestellt sein werden.
In vielen Fällen kommt es aber dennoch nicht zu einer
Verurteilung. Ich hoffe, ich kann euch in der folgenden
Übersicht ein wenig verdeutlichen, wie ein solches Verfahren
abläuft, welche Rechte und Pflichten ihr habt und euch
damit die zunächst wichtigsten und euch interessierenden
Fragen beantworten.
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