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Abgesehn
davon, dass es für bestimmte Verfahren (wie zum
Beispiel für Verfahren vor dem Landgericht) einen
Anwaltzwang gibt, braucht ihr zunächst keinen Anwalt.
Jedoch ist meine persönliche Meinung dazu: "auf jeden
Fall, bitte nie ohne!"
Wie ich folgend noch erzählen werde, entstehen euch
unter bestimmten Voraussetzungen durch einen, euch vertretenen
Anwalt keine Kosten. Weiter ihr habt die Möglichkeit
als Nebenkläger/in am Verfahren teilzunehmen und dadurch
eine Menge Rechte und Möglichkeiten auf den Prozess
einzuwirken, die euch sonst -leider- verwehrt sind.
Zudem habt ihr jemanden an eurer Seite, jemanden der
sich auskennt, der euch stützt und leitet, der euch
auf den ganzen Ablauf vorbereiten kann. Jemanden, den
ihr fragen könnt und der euch Rede und Antwort steht,
der eure Rechte in einem solchen Verfahren kennt und
einfordern kann. Außerdem seid ihr in der ganz konkreten
Situationen (zum Beispiel während in der Verhandlung)
nicht alleine. Ihr habt jemanden der hinter euch steht,
komme was wolle und das finde ich wirklich ganz wichtig.
Eine
andere Frage ist, wie ihr einen -für euch- guten
Anwalt
findet. Ich denke, dass es in erster Linie
wichtig ist, dass es ein Mann oder eine Frau ist, mit
der ihr reden könnt und zu der ihr Vertrauen findet,
denn ohne dieses geht es nicht. Als nächstes würde ich
versuchen eine Kanzlei, ein Anwalt zu finden, die/der
Strafrecht, Nebenklagevertretung, Opferschutz im "Programm"
hat, denn in der Praxis sind Anwälte wie auch Ärzte
oder Angehörige anderer Berufsgruppen meist spezialisiert
auf bestimmte Rechtsgebiete, und Miet-, Familien-, Arbeits-
oder Strafrecht sind halt unterschiedliche "Bereiche",
vergleichbar vielleicht mit Mathe und Physik. Es gibt
auch Anwälte, die "Opfervertretung" (Nebenklagevertretung)
anbieten und auch Anwälte, die sich im speziellen
unter anderem mit der Vertretung von Missbrauchsopfern
beschäftigen. Ich bin grade dabei eine Auflistung von
solchen Anwälten zu erstellen, guckt einfach in
der Hauptnavigation einmal unter der Rubrik "Opferanwälte".
Sollte dort noch keiner in eurer Nähe sein, könnt
ihr mir gerne mailen,
denn diese Liste ist erst in der Entstehung und wird
wachsen.
Ansonsten sind gute Ansprechpartner auch oft Beratungsstellen,
denn in manchen Einrichtungen haben Anwälte, die sich
speziell mit dem Thema "Missbrauch" und der Vertretung
der Opfer befassen, Adressen und Listen hinterlegt oder
sind sogar selber in diesen ehrenamtlich tätig. Eine
weitere Möglichkeit ist der Blick in die "Gelben
Seiten" oder auch die Suche im Internet,
denn viele Kanzleien sind auch schon mit einer Homepage
online vertreten.
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